Lohnt sich Pinterest für Onlinehändler und wenn ja wie funktioniert das?

Pinterest ist hier in Deutschland für die Meisten noch absolutes Neuland. Die Social Community befindet sich derzeit noch unter dem Radar der meisten Onlinehändler. Dabei hat die Plattform einige Sachen zu bieten, die sie interessanter als z.B. Instagram machen. Und wenn man einer Studie aus den USA glauben darf, dann ist Pinterest zusätzlich ein hervorragender Umsatzlieferant. In diesem Beitrag verrate ich Ihnen unsere Erfahrungen mit Pinterest und was in und mit der Community derzeit möglich ist.

Was ist Pinterest?

Pinterest ist eine Bildercommunity bei der man auf digitalen Pinnwänden Ideen sammelt. Hierzu legt man sich eine Pinnwand an und stellt anschließend auf dieser alle Bildideen zusammen, die man auf der Plattform selbst oder im Netz findet. Bei vielen Ideen, kann man die Pinnwände thematisch benennen oder mit Themenclustern unterteilen.

Hierzu ein kleines Beispiel: Nehmen wir an ich habe 3 Pinnwände auf denen ich Ideen sammle, wie ich mein neues Haus einrichten kann. Die 3 Pinnwände habe ich dabei thematisch benannt in:

  • Wohnzimmer
  • Badezimmer
  • Garten

Damit ich schneller auf den Boards navigieren kann und auch die Ideen finde, die ich momentan suche, habe ich sie zudem wie folgt unterteilt:

  • Beleuchtung
  • Deko
  • Möbel
  • Sonstiges

Im ersten Schritt sammle ich jetzt alles, was ich finde und was mir gefällt auf einer der 3 Pinnwände. Anschließend sortiere ich die Ideen, indem ich sie den Untergruppen zuordne. So erhalte ich eine Ideen-Pinnwand, auf die ich zurückgreifen kann, wenn ich schließlich damit beginnen möchte, mein Haus einzurichten.

Wie kann ich Pinterest für mein Business verwenden?

Wichtig ist zu wissen, Pinterest funktioniert nicht genauso wie viele andere Social Communities. Wenn Sie Pinterest für ihr Business verwenden möchten, sollten Sie Folgendes beachten:

  1. Legen Sie sich einen extra Business-Account an, den Sie nicht mit einem Privat-Account verknüpfen.
  2. Verknüpfen Sie ihren Business-Account mit ihrer Webseite oder ihrem Onlineshop. Anschließend verifizieren Sie den Account, damit Sie auf die Statistiken zugreifen können.
  3. Legen Sie Businessboards immer zu einem bestimmten Thema. Am besten beginnen Sie mit 1 bis 2 Boards und füllen diese erstmal, bevor Sie weitere hinzufügen.
  4. Erstellen Sie einen Zeitplan, wann Sie auf Pinterest neue Bilder für ihre Boards suchen und diese auf ihren Boards anpinnen.
  5. Erstellen Sie zudem einen Zeitplan, wann Sie eigene Bilder auf ihren Boards hochladen, die Produkte aus ihrem Shop zeigen.

Interagieren mit Dritt-Inhalten

Wie in Punkt 4 beschrieben, müssen Sie auch bei Pinterest aktiv sein, damit Sie Sichtbarkeit erreichen. Der einfachste Weg ist hier das sogenannte Pinnen von Bildern auf Pinterest. Das Pinnen macht man, indem man das Bild auf einer der eigenen Pinnwände verankert. Diese Aktion wird dem anderen Nutzer unter Aktionsmeldungen angezeigt.

Passende Ideen, zeigt Ihnen Pinterest auf der Startseite an. Diese richten sich nach den Interaktionen, welche Sie in der Vergangenheit getätigt haben. Diese Übersicht ist auch der Hauptgrund warum Sie ihr Privatprofil von ihrem Businessprofil trennen sollten. Ansonsten werden Sie hier viele Ideen präsentiert bekommen, die zu ihrem Business nicht passen.

Als weitere Ideenquelle können Sie aber auch die Hashtag-Suche verwenden. Geben Sie hierzu einfach ein Hashtag in die Suche von Pinterest ein. Anschließend werden Ihnen Ideen angezeigt, die mit dem Hashtag verknüpft sind. Diese Funktion kennen Sie wahrscheinlich auch schon von Instagram.

Erstellen eigener Inhalte

Der große Vorteil von Pinterest im Vergleich zu Instagram ist, dass Sie jedes Bild, welches Sie posten, zu ihrer Webseite verlinken können. Hinzu kommt, dass die SEOs bei Pinterest derzeit einen guten Job machen – viele Bilder von Pinterest tauchen auch in der Bildersuche von Google auf und können somit weiteren Traffic für ihren Account liefern.

Damit Sie alle Vorteile langfristig auch nutzen können, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Verwenden Sie eine Verlinkung, welche auch langfristig vorhanden sein wird. Viele Bilder liefern erst nach einer gewissen Zeit Besucher auf ihre Webseite. Es ist deswegen besser auf eine Kategorie, anstatt einer Produktseite zu verlinken.
  • Verfassen Sie eine gute und umfangreiche Bildbeschreibung. Dies ist wahrscheinlich der größte Unterschied zu den anderen Social Communities. Denn: Umso besser die Bildbeschreibung, desto besser kann Pinterest das Bild auch bei entsprechenden Suchanfragen einordnen.
  • Nutzen Sie Hashtags. Auch diese können dabei helfen, dass Nutzer ihre Bilder besser finden können. Meine Empfehlung ist, verwenden Sie pro Bild maximal 10 Hashtags, die eine Langzeitbotschaft mit sich bringen und sich in ihrem Sprachbereich bewegen.

Zum Schluss noch ein Hinweis zum Thema Re-Posting: Diese Funktion ist bei Pinterest eher kontraproduktiv. Das Re-Posten oder Re-Pinnen sollte durch andere Nutzer erfolgen, Sie hingegen sollten denselben Beitrag nicht mehrmals auf verschiedenen Boards teilen.

Werben auf Pinterest

Seit Anfang 2019 ist es möglich auf Pinterest auch in Deutschland zu werben. Dabei geht es in erster Linie darum eigene Pins hervorzuheben, so wie man das auch schon von anderen Social Communities kennt. Da dies erst wirklich neu ist, habe wir noch keine Erfahrungen damit gemacht. Ich kann Ihnen maximal ein paar Tipps geben, worauf Sie achten sollten:

  1. Definieren Sie genau das Ziel, welches Sie erreichen möchten. Das kann zum Beispiel sein, mehr Follower auf ihren Boards, mehr Besucher in ihrem Shop oder mehr Umsatz zu generieren.
  2. Anschließend testen Sie mit verschiedenen Budgets aus, was Sie ausgeben müssen, um ihr Ziel zu erreichen.

Sobald ich hier mehr Erfahrungen habe, werde ich diesen Bereich ergänzen.

Autor: Ronny Siegel

Hi, ich bin Ronny, einer von den beiden Geschäftsführern und Inhabern der Conversion Junkies. Ich beschäftige mich vor allem mit Inhalten (Content) und wie man diese verbessern kann. Zudem kenne ich mich sehr gut mit AdWords aus und finde dort immer neue Infos, die mir auch bei den Inhalten helfen. Und ich bin der Meinung, nichts ist besser als zu testen, weswegen ich mir bei den Inhalten und den AdWords Anzeigen auch das Nutzerverhalten gerne ansehe und auswerte. Wenn Sie Fragen zu diesem Beitrag haben, posten Sie die Frage bitte in die Kommentare. Ich beantworte diese sehr gerne.

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