Wie entwickelt sich die Suchanfrage (not provided) in Google Analytics

Es ist erst ein paar Tage her, als mir ein Freund sagte: “Seit dem die Suchanfragen nur noch verschlüsselt in meiner Auswertung ankommen, weiß ich was es bedeutet, wenn man es mit dem Datenschutz übertreibt.” Grund der Aussage sind die Suchanfragen (not provided), die immer häufiger in den Auswertungstools einer Website auftauchen.

Die ersten (not provided) Suchanfragen gab es im Oktober 2011

Es begann alles im letzten Jahr Oktober, nachdem Google die Suche auf eine gesicherte https-Suche für angemeldete Benutzer umstellte. Seit dem erhalten Betreiber von Websites, die gerne wissen möchten, mit welchen Suchbegriffen die Besucher auf die Seite kamen, keine Daten mehr. Statt dessen werden diese Suchanfragen unter (not provided) zusammen gefasst.

In der Zwischenzeit haben diese Suchanfragen eine Größe angenommen, die nach meiner Meinung nicht mehr zu unterschätzen ist. Laut den Auswertung einer meiner Webseiten, stieg der Wert im letzten Monat auf über 11 Prozent an. Dies bedeutet 11 Prozent aller Suchanfragen bleiben für den Betreiber der Website unsichtbar.

Im Juni 2012 lag der Wert bei über 10 Prozent

Die ersten dieser verschleierten Suchanfragen bemerkte ich im Oktober des letzten Jahres. Am 24.10.2012 zeigte mir meine Analytics Statistic erstmalig an, dass Suchanfragen nicht angezeigt wurden. Der Wert lag in diesem Monat bei 0,03 Prozent und konnte somit vernachlässigt werden. In den darauffolgenden Monaten gab es nur einen leichten Anstieg dieser Suchanfragen auf knapp über einen Prozent. Dies änderte sich jedoch schlagartig im Monat März 2012. In diesem Monat schnippte der Wert auf über 10 Prozent. Seitdem steigt er monatlich weiter langsam an.

Entwicklung der Suchanfragen not provided in Google Analytics

(not provided) – Ein Grund zum Jubeln für den Datenschutz?

Für die Datenschützer dürfte dies ein Grund zu feiern sein. Doch dies sehe ich nicht so. Denn mit der gesicherten https-Verbindung wird nur den Betreibern der Webseite die Daten vorenthalten. Der Betreiber der Suchmaschine, in diesem Fall Google, erhält auch weiterhin alle notwendigen Daten. Die Verschlüsselung der Daten verhindert somit, dass die Qualität der Angebote verbessert werden kann. Ob dies im Sinne der Nutzer ist, stell ich gerne in Frage.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Nutzer einer Suchmaschine es sich wünschen, Suchergebnisse zu erhalten, die sie gar nicht gesucht haben. Wenn aber Google die Informationen nicht zur Verfügung stellt und die Betreiber der Websites dadurch ihre Inhalte nicht verbessern können, werden die Suchergebnisse mittelfristig schlechter werden. Die Suchenden werden zukünftig wieder Ergebnisse erhalten, von denen man vermutet, dass diese passen könnten. Das Ganze erinnert an die Prä-Google-Ära, in der Suchmaschinen alles andere als relevante Suchergebnisse lieferten.

Forderung: Gebt die Suchanfragen wieder frei, damit wir die Angebote verbessern können!

Gäbe es eine Lösung? Mit Sicherheit. Google müsste die Suche wieder öffnen und nur die IP-Adressen der Suchenden verschleiern. Denn von der derzeitigen Lösung profitieren kurzfristig nur zwei Parteien. Google, welche Informationen sammeln und diese für sich behalten und verwerten können. Und der Datenschutz, der mit dieser Lösung den Nutzern vorgaukeln kann, er habe etwas für den Schutz der persönlichen Daten unternommen.

Autor: Ronny Siegel

Hi, ich bin Ronny, einer von den beiden Geschäftsführern und Inhabern der Conversion Junkies. Ich beschäftige mich vor allem mit Inhalten (Content) und wie man diese verbessern kann. Zudem kenne ich mich sehr gut mit AdWords aus und finde dort immer neue Infos, die mir auch bei den Inhalten helfen. Und ich bin der Meinung, nichts ist besser als zu testen, weswegen ich mir bei den Inhalten und den AdWords Anzeigen auch das Nutzerverhalten gerne ansehe und auswerte. Wenn Sie Fragen zu diesem Beitrag haben, posten Sie die Frage bitte in die Kommentare. Ich beantworte diese sehr gerne.

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