Was Sie bei einem Eintrag in kostenlosen Branchenbüchern beachten sollten

Kostenfreie Branchenbücher erfreuen sich derzeit wieder einmal einer neuen Beliebtheit. Ich höre immer öfters, dass man mit diesen Einträgen seine Zugriffszahlen und Positionen in Suchmaschinen verbessern möchte. Ob das wirklich funktioniert, hängt von Ihrer Branche ab. Wenn Sie jedoch meinen, diese Einträge bringen ihre Webseite nach vorn, dann folgen Sie den folgenden Schritten, um am Ende die Ergebnisse auch objektiv auswerten zu können.

1. Trackingcode von einem Auswertungsprogramm einrichten

Sie werden sich jetzt bestimmt fragen, warum Sie ein Auswertungstool auf ihrer Webseite installieren sollen. Sie wollen doch nur ein paar Einträge in kostenfreien Branchenbüchern vornehmen. Mit dem Auswertungstool finden Sie heraus, ob sich die Einträge lohnen und ob sich die Zeit rechnet, die Sie in die Maßnahmen investieren. Das Auswertungstool sollte deswegen bereits funktionieren, bevor Sie sich in die Branchenbücher eintragen. Nur so können Sie alle Besucher zählen und den Weg verfolgen, über den sie auf Ihre Webseite gekommen sind.

2. Satelliten E-Mail Adresse einrichten

Wenn Sie ihre Webseite in kostenfreien Branchenbüchern eintragen, empfehle ich Ihnen, sich zuvor eine Satelliten E-Mail Adresse zuzulegen. Diese Mailadresse sollten Sie auf ihre bestehende Mailadresse weiterleiten oder an ein separates Postfach senden. Mit dieser E-Mail verhindern Sie Spam in ihrem Arbeits-E-Mail-Postfach, den Sie von einigen kostenfreien Branchenbüchern in Massen erhalten werden.

3. 30 kostenfreie Branchenbücher recherchieren

Der Markt der kostenfreien Anbieter wechselt gefühlt täglich. Listen von Anbietern, in denen Sie Ihr Unternehmen kostenfrei eintragen können, finden Sie im Internet reichlich. Am einfachsten geben Sie einen der folgenden Suchbegriffe in der Suchmaschine Ihrer Wahl ein:

  • Kostenlose Branchenbücher
  • kostenlose Firmeneinträge
  • Firma kostenlos eintragen
  • Branchenbucheintrag kostenlos

Anschließend suchen Sie sich Webseiten heraus, die kostenfreie Branchenbücher auflisten. Hier wählen Sie etwa 30 Branchenbücher aus, die Ihnen auf den ersten Blick am Besten gefallen und von denen die Webseiten funktionieren.

4. AGB lesen und nach Kostenfallen suchen

Jetzt kommt der wichtigste Punkt: vertrauen Sie nie auf die Versprechen eines kostenfreien Eintrags und studieren Sie die AGB der Anbieter gründlich. Bei einigen Branchenbüchern wird Ihnen der kostenfreie Eintrag nur zeitlich begrenzt gewährt. Diese Anbieter sollten Sie von Beginn an ausschließen.

Manche Anbieter gewähren zudem nur sehr wenig kostenfreie Informationen. Sobald man ein paar zusätzlich Daten einträgt, wie zum Beispiel eine Telefonnummer oder seine Firmenwebseite, wird das kostenfreie Angebot plötzlich kostenpflichtig. Auch solche Branchenbücher sollten Sie aussortieren. Am Ende sollten 9 bis 15 Branchenbücher übrig bleiben.

5. Nur 3 bis 5 neue Einträge pro Monat durchführen

Bei den 9 bis 15 übrig gebliebenen Anbietern tragen Sie nun Ihre Firmenwebseite ein. Dabei gehen Sie mit Bedacht vor, denn Google sieht es gar nicht gerne, wenn auf Webseiten mit wenigen Inhalten auf einmal sehr viele Links aufgebaut werden. Dies ist in den Augen von Google unnatürlich und kann zur Abstrafung führen. Ihre Website wird abgerankt und Ihre Arbeit war umsonst.

Deswegen empfehle ich Ihnen: tragen Sie sich in maximal 3 bis 5 kostenfreie Branchenbücher pro Monat ein. Zwischen den Einträgen lassen sie mindestens 14 bis 30 Tage vergehen bis Sie die nächsten Einträge vornehmen. Wiederholen Sie dies 3mal, bis Ihre Webseite in allen von Ihnen ausgewählten Branchenbüchen steht.

6. Was haben die Einträge gebracht

Nachdem Sie Ihre Webseite in den kostenfreien Branchenbüchern eingetragen haben, setzen Sie sich eine Frist, wann Sie den Erfolg der Aktion messen wollen. Ich empfehle Ihnen drei Zeitpunkte, einen Monat, drei Monate und sechs Monate nach den letzten Einträgen.

Als Auswertungszeitraum stellen Sie die Zeitspanne vom ersten Eintrag bis zum aktuellen Datum ein. Suchen Sie anschließend in ihrer Auswertung den Punkt “verweisende, vermittelnde oder externe Quellen”. Hier sollten die Namen der kostenfreien Branchenbücher auftauchen. Erscheinen diese nicht, haben die Einträge keine Besucher vermittelt.

Tauchen die Namen der Branchenbücher in der Auswertung auf, sehen Sie nach, wie viele Besucher über diese Webseiten kamen, wie viele Seiten diese Besucher aufgerufen haben und wie lange sie Ihre Webseite besucht haben. Sehen Sie sich zudem an, ob der Besucherstrom anhält oder ob es sich nur um eine kurzfristige Spitze handelte.

7. Ihr Fazit und weitere Maßnahmen planen

Mit den Zahlen können Sie besser beurteilen, ob die Einträge erfolgreich oder erfolglos waren.

Waren die Einträge ein Erfolg, planen Sie in ihrem Kalender im kommenden Jahr die Fortsetzung und tragen Sie ihre Webseite in 9 bis 15 weitere kostenfreie Branchenbücher ein.

Haben die Einträge nicht die gewünschte Anzahl an Besuchern gebracht, dann belassen Sie es dabei und probieren Sie andere Maßnahmen aus.

Meine persönlichen Erfahrungen

Ich werde immer wieder gefragt, was Einträge in kostenfreien Branchenbüchern bringen. Nach meinen Erfahrungen, nicht viel. Viele Tests haben unter dem Strich nicht wirklich etwas gebracht. Die erwünschten Besucherzahlen von den Portalen blieben aus. Dies betraf nahezu alle Branchenbücher mit Außnahme von Google Places, dem kostenfreien Branchenbuch von Google. Über Google Places erhält man tatsächlich Besucher, auch wenn die Menge stark abhängt von der Branche, der Dienstleistung und der Lage des Geschäfts.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Einträgen in kostenfreien Branchenbücher gemacht?

Hier kommen Sie zu Wort. Schreiben Sie in die Kommentare, welche Erfahrungen Sie mit kostenfreien Branchenbüchern gemacht haben. Helfen Sie anderen Lesern dabei, Fehler zu vermeiden. Viele werden es Ihnen danken, vielleicht sogar mit einem Besuch auf ihrer Webseite. Und wenn Ihnen diese Anleitung geholfen hat, dann sagen Sie es weiter und unterstützen Sie andere Selbständige und Unternehmer beim Aufbau von mehr Besuchern.

Autor: Ronny Siegel

Hi, ich bin Ronny, einer von den beiden Geschäftsführern und Inhabern der Conversion Junkies. Ich beschäftige mich vor allem mit Inhalten (Content) und wie man diese verbessern kann. Zudem kenne ich mich sehr gut mit AdWords aus und finde dort immer neue Infos, die mir auch bei den Inhalten helfen. Und ich bin der Meinung, nichts ist besser als zu testen, weswegen ich mir bei den Inhalten und den AdWords Anzeigen auch das Nutzerverhalten gerne ansehe und auswerte. Wenn Sie Fragen zu diesem Beitrag haben, posten Sie die Frage bitte in die Kommentare. Ich beantworte diese sehr gerne.

7 Gedanken zu „Was Sie bei einem Eintrag in kostenlosen Branchenbüchern beachten sollten“

  1. War der Artikel zu lang … 😉

    Ich hab mich auf den Google Places Eintrag verlassen. Da stand drin: Samstag bis 20 Uhr geöffnet. War aber schon ab 18 Uhr geschlossen. Riesen Schreck.

    Den Service Point hat es aber bei meinem nächsten Besuch nicht die Bohne interessiert. Null Empathie. Kein Verständnis, dass es auch andere wichtige Quellen für Öffnungszeiten neben der eigenen Homepage gibt.

  2. Mit dem Vorgehen haben wir gute und schlechte Erfahrungen gemacht. In der Regel wirkt das Ganze im Laufe von ca. 12 Monaten ganz gut.
    Dann kommen vermehrt Aktualisierungs- oder Upgrade Vorschläge.
    Da sollte man aufpassen und sich eine Vorgehensweise überlegen, die dauerhafte Wirkung erzeugt.

  3. Hallo Freunde, danke für den Artikel. Meine Freundin und ich bauen seit 3 Jahren ein Branchenbuch auf, was schlanker und moderner sein soll als die bisherigen Branchenbücher. Hierfür nutzen wir viel Javascript in Kombination mit PHP und mySQL. Über Feedback würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße, Robert von StadtBranche.de

    1. Hi Robert,

      meine ganz persönliche Meinung dazu ist, das Thema ist tot. Ein allgemeines Branchenbuch wird in der Form nicht mehr funktionieren, auch nicht auf Stadtebene.

      Wenn ich mir die Entwicklungen der letzten Zeit so ansehe, denke ich, der Trend geht mehr in Richtung spezieller Branchenübersichten die sich auf eine bestimmte Kundengruppe fokussieren. Zum Beispiel eine Webseite für Ärzte aus München mit einem dazugehörigen Branchenbuch und weiteren Serviceleistungen und Infos, die man über die Webseite erhält.

      Vielleicht wollt ihr euch ja mit eurer Software in eine solche Richtung weiter entwickeln.

      Beste Grüße
      Ronny

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