Wie bekomme ich mehr Besucher für meine Website?

Mehr Besucher auf seiner Webseite zu erhalten ist mit Arbeit verbunden. Es gibt nur wenige Fälle, bei denen die Besucher scheinbar wie aus heiterem Himmel eine Webseite besucht haben. In all diesen Fällen trafen die Informationen auf der Webseite den Zeitgeist und wurden deswegen von den Nutzern des Internets auch aktiv verbreitet. Doch auf einen solchen Glückstreffer sollte man sich nicht verlassen. Trotzdem kann man die Besucher auf seiner Webseite auch auf “normalen” Weg erhöhen.

Überblick der Besucherquellen auf einer Website

Schauen wir uns erstmal an, welche Trafficquellen, also Besucherquellen es auf einer Webseite überhaupt gibt. Dies sind:

  • Organic Search (Besucher von Suchmaschinen)
  • Paid Search (Besucher über bezahlte Werbung)
  • Direct (Direkte Besucher)
  • Social (Besucher aus sozialen Netzwerken)
  • Referral (Besucher von Drittwebseiten über einen Link)
  • Newsletter (Besucher aus einem Newsletter)

Über diese Wege kann man mehr oder weniger viele neue Besucher auf seine Webseite holen. Je nach Quelle funktioniert dies jedoch mit ein paar Besonderheiten. Hier deswegen ein paar Tipps, wie man welche Quelle effizient nutzen kann.

Organic Search – Besucher von Suchmaschinen

Um Besucher von Suchmaschinen zu erhalten, sind zwei Dinge notwendig:

  1. Die Webseite muss über gute Inhalte verfügen und hier gilt “je besser, desto mehr Besucher”
  2. Suchmaschinen dürfen auf die Inhalte zugreifen und diese indizieren.

Sind diese Bedingungen erfüllt, erhalten die meisten Webseiten früher oder später Besucher über die Suchmaschinen.

Damit dies jedoch auch etwas schneller geht, sollte man ein paar Dinge beachten, denn Suchmaschinen navigieren sich wie blinde Menschen durch das Internet und benötigen deswegen eine klare Struktur des Inhaltes. Dadurch können sie besser erkennen, was der Inhalt auf der Webseite ist. Hierzu zählen folgende Punkte:

  • Immer eine, und nur eine, H1 Überschrift auf jeder Seite. Die H1 Überschrift ist der Inhalt der jeweiligen Unterseite.
  • Einen umfangreichen Inhalt mit mindestens 400 Wörtern. Ob man damit rankt, hängt aber von den Mittbewerbern in den Suchmaschinen ab.
  • Eine Struktur des Inhaltes mit H2 Überschriften. Geht man weiter in die Tiefe, dann sollte man auch H3 und H4 Überschriften verwenden.
  • Wichtige Bereiche im Inhalt FETT markieren.
  • Einen individuellen Titel und eine passende Beschreibung für die Suchmaschinen vergeben.

Insidertipp: Hat man seine Webseite in der Searchkonsole bei Google angemeldet, erfährt man darüber mit welchen Suchbegriffen man bei Google im Durchschnitt rankt. Hier sollte man sich die Suchbegriffe von den Positionen 11 bis 20 und die dafür rankenden Seiten genauer ansehen. Nach unseren Erfahrungen reicht es aus, wenn man anschließend dementsprechend den Inhalt verbessert, um mit der Seite auf der ersten Seite von Google zu erscheinen.

Mit bezahlter Werbung kann man ebenfalls viele Besucher auf die eigene Webseite bringen. Dabei bezahlt man einen Klickpreis für jeden Besucher.

Suchmaschinen bei denen sich dies lohnt sind Google und Bing.

Mein Tipp: Von Facebook würde ich bei dieser Variante abraten, da die meisten Nutzer von Facebook die Facebook-Webseite nicht verlassen wollen. Dies wirkt sich auf die Qualität der Besucher aus.

Damit man jedoch nicht allzu viel Geld für neue Besucher verbrennt, sollte man gezielt nach günstigen Suchbegriffen suchen und den Klickpreis möglichst niedrig ansetzen. Als Ergebnis erhält man für ein geringes Budget viele neue Besucher.

Nach unseren Erfahrungen lohnt es sich, mit den verschiedenen Kampagnenvarianten von Google und Bing zu experimentieren. Dabei sollte man sich aber immer eine Budgetobergrenze und einen maximalen Klickpreis pro Besucher setzen.

Insidertipp: Hat man bereits einige Inhalte auf seiner Webseite, lohnt sich eine Google AdWords Kampagne mit dynamischen Suchanzeigen. Bei diesem Anzeigentyp entscheidet Google anhand des Inhaltes auf der Webseite, bei welchen Suchbegriffe Anzeigen geschalten werden. Der Aufwand für das Aussteuern der Kampagne ist sehr gering und man erhält zu einem günstigen Preis von unter 10cent pro Klick Besucher auf der eigenen Webseite.

Direct – Direkte Besucher

Neue direkte Besucher kann man über sehr viele Wege erhalten. Hier mal ein paar Beispiele was man machen kann.

Signatur in E-Mail

Eines der einfachsten Dinge ist es, seine Webseite über die E-Mail-Signatur zu bewerben. Hier sollte man den Link zur Webseite einfügen. Anschließend wird die Webseite mit jeder E-Mail die man schreibt beworben.

E-Mail Adresse mit Webseitennamen

Neben der E-Mail Signatur sollte man natürlich auch über eine E-Mail-Adresse verfügen, die als Endung den Namen der Webseite hat. Auch über diesen Weg wirbt man indirekt für die eigene Webseite.

Printwerbung oder Flyer

Wenn man sich für Printwerbung, also eine klassische Zeitungsanzeige oder einen Flyer entscheidet, sollte man ebenfalls die Webseite erwähnen.

Mein Tipp: Will man zudem wissen, wieviel die Anzeige oder der Flyer gebracht hat, sollte man sich eine eigene Zielseite für die Werbung einrichten und diesen Link in der Anzeige bewerben. Dabei gilt: je kürzer der Link ist, desto besser.

Mundpropaganda

Hat man interessante Inhalte auf seiner Webseite, dann darf man dafür natürlich auch per Mundpropaganda werben.

Nach unseren Erfahrungen kann man über den Weg auch gleich prüfen, ob die Inhalte wirklich gut sind. Denn nur wenn die Inhalte gut sind, wird man auch gerne darüber sprechen.

Social – Besucher aus sozialen Netzwerken

Besucher aus sozialen Netzwerken, à la Facebook oder YouTube zu erhalten kann – wenn es funktioniert – zu einem wahren Besucheransturm führen. Die Arbeit in diese Kanäle lohnt sich auf jeden Fall. Aber man sollte dabei gezielt vorgehen. Hier ein paar Tipps dazu.

  • Die Webseite im eigenen Profil einer Social Community verlinken.
  • Eine eigene Fanpage aufbauen und regelmäßig Beiträge auf dieser veröffentlichen.
  • Gruppen beitreten, welche themenrelevant sind und dort aktiv mitmachen.
  • Fragen von Mitgliedern beantworten, wenn möglich mit einem Link zu einem Beitrag auf der eigenen Webseite.

Mein Tipp: Fragen von Mitgliedern aus Social Communities sind eine hervorragende Quelle für neue Inhalte. Man sollte diese Fragen aufgreifen und den Mitgliedern helfen, wenn man kann. Ich empfehle dabei die Frage direkt zu beantworten, anschließend einen Beitrag dazu zu verfassen und wenn die Frage wieder auftaucht, mit einer umfassenden Antwort zusätzlich auf den Beitrag zu verweisen.

Zudem darf man nicht vergessen auf seiner Webseite Social Community Buttons zu integrieren. Damit können Besucher auf der eigenen Webseite die Inhalte schnell in ihren Social Community Kanälen teilen, wenn sie dies möchten.

Referral – Besucher von Drittwebseiten über einen Link

Die höchste Auszeichnung für eine Webseite ist es, wenn diese auf einer anderen Webseite erwähnt und verlinkt wird. Diese Besucher sind quasi Gold wert, da sie als Empfehlung von einer anderen Webseite auf die eigene Webseite kommen.

Für die Suchmaschinen sind solche Links eines der Signale, um darüber zu entscheiden, wie wertvoll der Inhalt auf der Webseite ist. Deswegen versuchen viele Suchmaschinenoptimierer solche Links künstlich aufzubauen. Wir können davon nur abraten. Denn wie die Vergangenheit gezeigt hat, führen solche künstlich aufgebauten Links langfristig meistens zu einer Abstrafung der Webseite.

Jedoch sind nicht alle selbst aufgebauten Links schädlich. Denn selbst Google weiß, dass man für Inhalte werben muss und unterstützt dies auch aktiv. Darunter zählen zum Beispiel folgende Maßnahmen:

  • Link zur Webseite, wenn man einen Beitrag in einem Blog kommentiert
  • Links aus eigenen Social Community Profilen
  • Links aus der Signatur in Foren von eigenen Kommentaren
  • Links als Quellenangabe oder Verweis von Social Community Beiträgen
  • Links von Gastbeiträgen in Drittblogs, sofern der Autorenname oder die Webseite als Name verlinkt ist

Solche Verlinkungen kann man aktiv nutzen, wenn die Möglichkeit dafür besteht.

Mein Tipp: Um wertvolle Verlinkungen zu erhalten, sollte man auch eine wertvolle Quelle sein oder einen wertvollen Inhalt produzieren. Denn die Erfahrungen zeigen: wer aktiv ist, dessen Profil wird sich auch häufiger angeschaut und er bekommt mehr Besucher. Und wer eine gute Antwort auf eine Frage oder eine wertvolle Information liefert, mit den beschäftigt man sich auch. Von sinnfreien Kommentaren, nur um einen Link abzustauben, würde ich immer abraten.

Newsletter – Besucher aus einem Newsletter

Über einen Newsletter neue Besucher zu erhalten, ist ein langer Weg. Hierzu benötigt man erst einmal eine Basis an eigenen Newsletterabonnenten und zusätzlich einen funktionierenden Newsletter, der auch gelesen wird.

Hierbei können wir nur empfehlen die Newsletter genau zu testen, um herauszufinden was wie am Besten funktioniert. Hier mal ein paar Schritte im Groben, wie so ein Ablauf aussehen kann.

  1. Mindestens einmal im Monat einen Newsletter versenden, egal wie viele Abonnenten.
  2. Feedback sammeln und Öffnungsquote beobachten.
  3. Newsletterabonnenten aufbauen bis zu einer relevanten Testgröße von 2.000 bevor man mit dem Testen beginnt.
  4. Newsletterabonnenten in 1.000er Gruppen teilen und Newsletterüberschrift testen.
  5. Wenn Öffnungsquote zufrieden stellend ist, Newsletterinhalt testen und Klicks auf Links messen.

Funktioniert der Newsletter, wird dieser auch von den Empfängern weitergeleitet werden. Dies ist dann wie eine Empfehlung und wird zu neuen, und vor allem qualifizierten Besuchern führen.

Wie sehen Sie dies? Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Thema?

Autor: Ronny Siegel

Hi, ich bin Ronny, einer von den beiden Geschäftsführern und Inhabern der Conversion Junkies. Ich beschäftige mich vor allem mit Inhalten (Content) und wie man diese verbessern kann. Zudem kenne ich mich sehr gut mit AdWords aus und finde dort immer neue Infos, die mir auch bei den Inhalten helfen. Und ich bin der Meinung, nichts ist besser als zu testen, weswegen ich mir bei den Inhalten und den AdWords Anzeigen auch das Nutzerverhalten gerne ansehe und auswerte. Wenn Sie Fragen zu diesem Beitrag haben, posten Sie die Frage bitte in die Kommentare. Ich beantworte diese sehr gerne.

15 Gedanken zu „Wie bekomme ich mehr Besucher für meine Website?“

  1. Hallo, ich kann es nur bestätigen. Socialmedia Netzwerke zur Bewerbung von einer Webseite zu nutzen macht absolut Sinn. Es ist kostengünstig – meist sogar kostenlos – und wenn man weiss, wie es funktioniert, dann ist es auch kein großer Zeitaufwand. LG Klaus Wolfsberger

  2. Mein Tipp noch : Bei allen Online Möglichkeiten wird oft die Offline-Resourcen vergessen. Große Internetportale werben ja inzwischen auch offline für ihre Websiten. In Magazinen, Büchern, Fernsehen. Das ist vielleicht teuer und können sich viele nicht leisten. Aber auch unser einer kann mit ähnlichen Aktionen auf sich aufmerksam machen. Werbegeschenke mit der Webadresse drauf oder ein Schriftzug auf dem eigenen Auto. Es gibt viele Möglichkeiten.

  3. Ich denke nicht, dass gute Besucherzahlen zwangsläufig mit Kosten verbunden sind, ist der Inhalt ansprechend ist es sogar leichter selbst die Kaufbereite Kundschaft zu treffen und viel mit Vitamin B anderer bekannter Webmaster im selben Bereich zu arbeiten, so erspart man sich eine Menge Arbeit. Viel zu Wenige wissen dies wertzuschätzen und richtig damit umzugehen. Emaillisten und wie hier hier im Artikel benannt die Social Medias sollten Teil des Marketings der eigenen Webseite sein, allerdings sollte der Schwerpunkt meiner Meinung nach deutlich bei den schon kaufbereiten bzw. entschlossenen Besuchern liegen.
    Tolle Zusammenfassung im Allgemeinen und ein leicht verständlicher Überblick.
    Liebe Grüße

    1. Sie meinem bestimmt mit Kosten die reinen monetären Kosten. Dies stimmt. Man kann viele Besucher über sehr gute Inhalte erhalten und damit auch seine Zielgruppe ansprechen. Allerdings würde ich nicht soweit gehen zu sagen, dies kann man theoretisch auch kostenfrei erreichen. Kosten entstehen so oder so, sei es über den bezahlten Weg oder über die Zeit die man in das Erstellen von Inhalten investiert. In dieser Zeit könnte man nämlich theoretisch auch anderweitig Geld verdienen ;). Aber ich denke ich weiß was sie meinen und damit haben sie Recht.

  4. DIe Informationen, die hier aufgeführt werden, sind gut und strukturiert zusammengefasst worden, nun liegt es an uns, sie so gut wie möglich umzusetzen 🙂

  5. Hallo Ronny,
    dieser Post ist nun schon wesentlich älter und ich kam über Google zu dir. Wir müssen auch festhalten, dass seitdem sich einiges verändert hat. Social News Sites würde ich heute als Blogger nicht mehr nehmen und Pressemitteilungen eignen sich mehr für Firmen und Unternehmen. Als Blogger hast du kaum eine eigene Pressemitteilung zu publizieren.

    Wie meine langjährigen Blogger-Erfahrungen zeigen, eignen sich für mehr Besucher das Blogskommentieren, Blogger-Foren und auch SocialMedia auf Twitter, Facebook, G+ und Pinterest, vielleicht auch etwas auf Xing, wenn es passend ist.

    Auch ist es die Tatsache, dass ein Blogger idealerweise mehrmals die Woche bloggen soll. Es kommt zwar sicherlich mal etwas dazwischen, aber ein Blog sollte schon aktuell sein und betrieben werden. Die Artikelfrequenz kann auch auf ein paar Male im Monat hinauslaufen, dann aber schon noch regelmässig muss publiziert werden. Bisher habe ich mit dem Kommentieren auf anderen Blogs ganz gute Erfahrungen gemacht und es bringt auch etwas meinem Portfolio. Traffic baut sich erst nach Jahren auf und wird dann immer vorhanden sein. Ich spreche dabei von täglichen Besuchern durch Linkverweise. So beobachte ich es zur Zeit.

    1. Hi Alexander,
      da hast du vollkommen Recht. Der Beitrag ist in der Tat schon etwas älter gewesen. Deswegen habe ich mich gleich mal rangesetzt und den Beitrag noch mal überarbeitet.
      Danke dir für dein Kommentar und vielleicht hilft er dir jetzt noch etwas weiter 🙂

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