Facebook, Twitter, Google+ oder doch lieber Xing?

Als vor wenigen Wochen die Social Community von Google, Google+ an den Start ging, hörte man bei so manchem Unternehmen ein leichtes Stöhnen. „Schon wieder eine Social Community, an der man sich auch noch beteiligen muss.“, ging sicherlich vielen Unternehmern durch den Kopf. Und auch die Frage: „Wird sich dies lohnen?“ Diese Frage sollte man sich bei jeder Social Community stellen. Wann und mit welchem Aufwand, lohnt es sich, dabei zu sein.

Viele neue Kunden durch Social Communitys?

Eines ist bei Unternehmen immer wieder Mangelware, Zeit. Und gerade im Internet kann man sehr viel Zeit verbringen, ohne etwas Sinnvolles zustande zu bringen. Da liest man mal schnell auf der einen Seite eine News, auf der Nächsten ein Blogbeitrag oder verfolgt in einer Social Community aufmerksam, was die Anderen gerade so anstellen. Am Ende sieht man auf die Uhr und stellt fest, da sind schon wieder ein paar Stunden zu viel verronnen, ohne dass man zu dem gekommen ist, was man eigentlich erledigen wollte. Und jetzt soll man sich auch noch aktiv an einer dieser Social Communitys beteiligen, schließlich hat man gehört, dort tummelt sich ein Haufen neuer potentieller Kunden herum.

Doch welche dieser Communitys ist für einen geeignet? Sollte man sich als Unternehmen jetzt schnell ein Facebookprofil zulegen, nebenbei noch in einem Twitterchannel die neusten Nachrichten ausplaudern und wenn man schon so schön dabei ist, kann man auch gleich noch die neuen Möglichkeiten von Google+ nutzen. Spätestens nachdem man noch damit beginnt sein Xing-Profil aktiv zu pflegen, erkennt man sehr schnell, die Zeit wird immer knapper und an diesem Punkt darf man sich berechtigt fragen: „Mit was verdient man noch einmal sein Geld?“

Social Communitybetreuung – eine Fulltimejob?

Die Betreuung von Social Communitys sind heute schon in manchem Unternehmen zu einem Fulltimejob mutiert. Allerdings sprechen wir von Unternehmen, die auch vorher schon bekannt waren. Was bringt einem somit die eigene Beteiligung an einer Social Community? Und vor allem, was bringt es den Anderen, wenn ich mich als Unternehmen an einer Social Community beteilige? Informationen über das Unternehmen kann man schließlich auch immer noch auf der eigenen Webseite verbreiten, wenn man die Zeit dazu findet.

Unter dieser Maßgabe sollte man auch seine eigene Strategie aufbauen, wenn man plant an einer der Social Communitys teilzuhaben. An erster Stelle sollte immer die eigene Webseite stehen, denn diese wird auch nach Zusammenbruch einer Social Community erhalten bleiben. Wenn man es zeitlich schafft, auf dieser regelmäßig Informationen zu veröffentlichen und immer noch Zeit übrig hat, kann man über eine aktive Beteiligung an einer der Social Communitys nachdenken. Welche dies sein wird, ist abhängig von dem Kundenkreis, den man betreut. Facebook lohnt sich in erster Linie bei Produkten und Dienstleistungen für die breite Masse. Xing und Google+ kann für Businessgeschäfte interessant sein. Twitter kann man einsetzen, wenn man regelmäßig interessante Infos zu vermelden hat. Wie man sich auch entscheidet, entscheidend ist, wenn man einmal damit beginnt, sollte man auch dabei bleiben und neben einer Strategie auch entsprechend Zeit dafür einplanen.

Wie sehen Sie dies? Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Thema?