Keyword vs. Suchanfragen oder welche Daten von Google kann man verwenden?

Sucht man nach passenden Keywords, dann hilft einem das Keywordtool von Google AdWords weiter. In diesem gibt man einfach den Suchbegriff ein und anschließend sagt Google einem, wie viele Suchanfragen pro Monat global und lokal erfolgen. Im Prinzip ein nettes und mächtiges Werkzeug, wenn da nicht die unterschiedlichen Ergebnisse wären.

Vor kurzem ertappte ich mich mal wieder dabei, dass mir der Begriffswirwar bei Google AdWords heftige Kopfschmerzen bereitete. Auslöser dafür war ein Beitrag Sebastian, der auf seinem Blog erklärte, wie er Nischenprodukte im Internet findet. In einem Teil des Artikels befasste er sich auch mit dem Google Keyword-Tool und erklärte die Unterschiede zwischen den verschiedenen Möglichkeiten nach dem passenden Keyword zu suchen.

Verwirrend? – Weitgehende, exakte und Keywords als Wortgruppe

Der Grund warum er darauf einging, waren die unterschiedlichen Werte, die man von Google erhält. Zur Erklärung: Google bietet in dem Tool drei verschiedene Typen von Suchanfragen an, je nachdem was man gerade wünscht. So kann man sich Suchergebnisse anzeigen lassen die weitgehend, exakt oder nur die Wortgruppe umfassen. Auf die einzelnen Unterschiede möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich die Erklärung von Google.

Wichtig! – Das Keywordtool von Google liefert gemischte Zahlen

Einen Zusammenhang kann man jedoch bei allen drei Typen feststellen. Das Google Keyword-Tool liefert bei keinem der drei Typen ein Ergebnis, welches genau dem eingegebenen Suchbegriff entspricht. Bei allen Ergebnissen handelt es sich um Suchanfragen, welche das Keyword in irgendeiner Form enthalten, so die Aussage der Google Erklärung. Doch wie groß ist der Unterschied zu den echten Suchanfragen und den ausgegebenen Werten des Google Keywordtool?

Wieviele Suchanfragen hat nun aber das Keyword genau?

Um dies herauszufinden, schnappte ich mir aus einer meiner Blogs die Suchanfragen vom Mai, welche in Google Analytics ausgegeben wurden. Um objektive Werte zu erhalten, wählte ich Suchanfragen aus, bei denen das Blog sich unter den ersten zehn Plätzen befand und somit auf der ersten Seite bei Google auftauchte. Ich ging davon aus, dass nur die ersten zehn Plätze auch bei allen Suchenden angezeigt würden und die Werte damit weitgehend den tatsächlichen Suchanfragen entsprechen müssten.

Als Nächstes packte ich alle Suchbegriffe in das Keywordtool von Google und ließ mir sämtliche Suchanfragen für den Monat Mai ausgeben. Wenn das Google Keywordtool niemals den Wert für die exakte Suchanfrage ausgibt, müsste somit der Wert meiner ermittelten Suchanfragen kleiner oder gleich groß der Suchanfragen von Google sein. Das Ergebnis seht ihr in der folgenden Tabelle. Bei den roten Werten handelt es sich um die Werte, bei denen die konkreten Suchanfragen größer waren, als die von Google ausgegebenen Suchanfragen.

Keyword Lokale Suchanfragen Deutschland – Mai 2012 Suchanfragen Mai 2012 aus Google Analytics Differenz
facebook cookies löschen 590 500 90
“facebook cookies löschen” 320 500 -180
[facebook cookies löschen] 260 500 -240
bundeshaushaltsplan 2011 91 16 75
“bundeshaushaltsplan 2011” 46 16 30
[bundeshaushaltsplan 2011] 36 16 20
claus nowak 590 35 555
“claus nowak” 170 35 135
[claus nowak] 73 35 38
ich bin so sauer 880 35 845
“ich bin so sauer” 720 35 685
[ich bin so sauer] 46 35 11
1984 orwell 9900 30 9870
“1984 orwell” 720 30 690
[1984 orwell] 320 30 290
telefonrechnung 18100 3500 14600
“telefonrechnung” 14800 3500 11300
[telefonrechnung] 1900 3500 -1600
sex im internet 33100 110 32990
“sex im internet” 590 110 480
[sex im internet] 260 110 150
gewinnchance 9900 12 9888
“gewinnchance” 5400 12 5388
[gewinnchance] 140 12 128
seite nicht gefunden 4400 50 4350
“seite nicht gefunden” 1600 50 1550
[seite nicht gefunden] 210 50 160

Erklärung: “Beispiel” = Wortgruppe, [Beispiel] = exaktes Keyword

Fazit: Man sollte sich fragen, wozu das Keywordtool von Google existiert?

Sieht man sich die Zahlen in der Tabelle an, sollte man sich als Erstes fragen, wozu Google das Keywordtool überhaupt bereitstellt. Google möchte mit dem Tool seinen Anzeigenkunden helfen, bessere Keywords für Anzeigen zu finden. Die Zahlen sollten somit nur als Orientierung dienen. Wieviele Suchanfragen aber welches Keyword nun genau generiert, kann man mit diesem Tool nicht ermitteln. Ich bin aber auch der Meinung, dass die Analytics-Auswertung ebenfalls keinen genauen Wert liefert. Warum dies so ist, dazu mehr in einem späteren Artikel.

Autor: Ronny Siegel

Hi, ich bin Ronny, einer von den beiden Geschäftsführern und Inhabern der Conversion Junkies. Ich beschäftige mich vor allem mit Inhalten (Content) und wie man diese verbessern kann. Zudem kenne ich mich sehr gut mit AdWords aus und finde dort immer neue Infos, die mir auch bei den Inhalten helfen. Und ich bin der Meinung, nichts ist besser als zu testen, weswegen ich mir bei den Inhalten und den AdWords Anzeigen auch das Nutzerverhalten gerne ansehe und auswerte. Wenn Sie Fragen zu diesem Beitrag haben, posten Sie die Frage bitte in die Kommentare. Ich beantworte diese sehr gerne.

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