Als Onlinehändler mal fix abgezockt

So schnell kann es gehen, wenn man nicht aufpasst. Da denkt man als Onlinehändler: “Wow was für eine geile fette Bestellung.” und am Ende hat man die Ware verschickt und kein Geld dafür erhalten. Was genau ist geschehen und wie kann man herausfinden, ob man als Onlinehändler abgezockt und betrogen wird?, darüber berichte ich in diesem Beitrag.

Wie der Betrug ablief – Die Story

Doch zum Beginn erst einmal die Story zu diesem Beitrag. Die Info erhielt ich von einem unserer Onlinehändler. Dieser erhielt vor kurzem eine größere Bestellung aus England. Ein Kunde wollte ein paar Sachen kaufen und benötigte diese, angeblich, ganz ganz schnell. Damit unser Händler die Ware auch schnell verschickt, rief der Kunde ihn gleich an und sagte, er habe die Ware bestellt und würde jetzt auch gleich bezahlen. Zudem erwähnte er, dass er leider im Ausland unterwegs sei und deswegen die Bezahlung über eine Bank abwickeln müsste. Die Bank würde dem Händler dann ein Fax senden, auf dem die Überweisung des Kaufbetrags zu sehen sei.

All dies entsprach der Wahrheit. Der Onlinehändler erhielt das Fax auf dem auch angeblich eine Zahlung getätigt wurde. Kurz nachdem das Fax eintraf rief der Kunde den Händler erneut an, fragte nach ob alles in Ordnung sei und bat noch einmal ausdrücklich darum die Ware schnell zu versenden, da er diese wirklich dringend benötigte. Der Händler versicherte die Ware geht sofort raus, wenn das Geld auf dem Konto sei. Daraufhin wurde der Kunde pampig und erklärte, wenn die Ware nicht sofort versendet wird, storniert er den Auftrag. Unser Händler blieb locker und teilte dem Kunden mit: “Dies sei im Wurscht.”, zum Glück, denn wie er schon richtig geahnt hat, ist dies eine typische Masche um Onlinehändler abzuzocken.

Wie du einen Betrug erkennen kannst

Großer Umsatz für eine begrenzte Zeit

Wir kennen viele solcher Fälle bei denen versucht wird an Informationen, Daten, Zahlungen oder wie in diesem Fall Waren ranzukommen. Doch wie kann man als Onlinehändler solche Betrüger ermitteln. Die Schritte dafür sind sehr einfach, denn das Prinzip ist bei den meisten Betrugsabsichten immer das Gleiche: Dem Opfer wird ein vermeindlicher Umsatz oder Gewinn in Aussicht gestellt, der jedoch nur für eine sehr begrenzte Zeit gilt.

  1. Erst einmal empfehlen wir immer vorsichtig zu sein, wenn die Bestellungen aus dem Ausland kommen. (außer natürlich man verkauft gezielt dorthin)
  2. Zudem sollte man doppelte Vorsicht walten lassen, wenn der Käufer einen anderen Bezahlkanal wählt als vorgegeben.
  3. Der dritte Hinweis auf einen Betrug ist, wenn der Käufer darauf drängt, dass die Ware schnell verschickt werden soll.

Vorhandene Infos auf Plausibilität prüfen

Man kann, wenn man sich aber wirklich nicht sicher ist auch noch andere Recherchemöglichkeiten nutzen, um herauszufinden, ob der Käufer glaubwürdig ist. Hierfür sollte man sich die Informationen genauer ansehen, welche man von dem angeblichen Käufer erhält und einfach mal quer recherchieren. Der einfachste Weg ist:

  1. Name des Käufers plus den Begriff “Betrug” bei Google einzugeben.
  2. Dasselbe macht man mit dem Namen der Bank und dem Begriff “Betrug”.
  3. Meistens hat man auch eine Adresse, die man schnell mal mit Google Maps, und wenn vorhanden mit Google Streetview prüfen kann. Stehen an der Adresse überhaupt Häuser und wenn ja, welche Wohnunmgebung scheint dies zu sein?
  4. Hat man die Adresse einer Bank, kann man zudem auch die Plausibilität der weiteren Kontaktdaten prüfen. Bei Faxen gibt es eine Absendernummer. Ähnelt diese Nummer der Telefonnummer der Bank?

Mit diesen wenigen Schritten erhält man mit wenigen Klicks Infos darüber, ob es sich hierbei um eine ernstgemeinte Bestellung handelt oder ein Betrug vorliegen könnte. Wenn irgend etwas nicht plausibel ist, empfehlen wir immer die Ware nicht zu versenden.

Hast du auch schon Erfahrungen gemacht?

Warst du auch schon einmal Opfer eines Onlinebetrugs oder hat man es bei dir versucht? Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen und Erlebnisse uns in den Kommentaren mitteilen könntest. Danke dafür.

Autor: Ronny Siegel

Hi, ich bin Ronny, einer von den beiden Geschäftsführern und Inhabern der Conversion Junkies. Ich beschäftige mich vor allem mit Inhalten (Content) und wie man diese verbessern kann. Zudem kenne ich mich sehr gut mit AdWords aus und finde dort immer neue Infos, die mir auch bei den Inhalten helfen. Und ich bin der Meinung, nichts ist besser als zu testen, weswegen ich mir bei den Inhalten und den AdWords Anzeigen auch das Nutzerverhalten gerne ansehe und auswerte. Wenn Sie Fragen zu diesem Beitrag haben, posten Sie die Frage bitte in die Kommentare. Ich beantworte diese sehr gerne.

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