Wann du ein CMS benötigst

In vielen Gesprächen höre ich immer wieder, dass man heute Unternehmenskunden als Highlight für die Webseite ein CMS, ein Content Management System anbietet. Mit diesem System, so die Argumente, kann man langfristig seine Inhalte selber verwalten, ändern und neue Inhalte hinzufügen. Ich finde diese Argumente in der Zwischenzeit haltlos und möchte in diesem Beitrag erklären, ab wann man sich als Unternehmen mit einem CMS beschäftigen sollte, welche Vor- und Nachteile der Einsatz eines CMS hat und was dies kostet.

Ab wann benötigt man ein CMS als Unternehmen

Zuerst solltest du dir die Frage stellen, was du mit deiner Webseite zukünftig erreichen möchtest? Soll diese Webseite eine Präsentationsseite deines Unternehmens sein? Oder sollen auf der neuen Webseite regelmäßig Neuigkeiten veröffentlicht werden?

Tendierst du zur zweiten Variante, empfehle ich dir, bevor du die Entscheidung triffst, 2 Monate lang selber oder durch einen deiner Mitarbeiter eine Neuigkeit pro Woche zu verfassen. Wenn du dies durchhältst, entscheidest du dich für ein CMS. Die Neuigkeiten kannst du anschließend sehr gut in dem CMS rückwirkend einpflegen.

Willst du nur eine reine Firmenpräsentation mit maximal 4 Änderungen im Jahr, entscheide dich lieber für eine reine HTML-Seite. Warum du dich dafür entscheiden solltest, dies erfährst du im folgenden Abschnitt:

Welche Vor- und Nachteile hat ein CMS

Vorteil

Der Vorteil eines CMS ist, dass du jederzeit deine Inhalte schnell ändern kannst. Du kannst außerdem bei den meisten CMS schnell neue Inhalte hinzufügen. Sofern du mit deinem CMS zurecht kommen, wird dir ein CMS sehr viel Zeit sparen.

Wenn du deine Webseite von einer Agentur betreuen lässt, welche die Inhalte für dich pflegt, hilft dir das CMS ebenfalls. Die meisten Agenturen arbeiten auf Zeitbasis. Mit einem CMS wird eine Agentur Zeit sparen und damit sparst du Kosten.

Voraussetzung ist aber, dass viele Inhalte regelmäßig geändert oder hinzugefügt werden.

Nachteil

Ein CMS ist ein System welches regelmäßig gewartet werden muss. Dies bedeutet, sobald du dich für ein CMS entschieden hast, musst du dieses regelmäßig aktualisieren. Vergisst du das, kann das CMS gehackt werden. Gut vergleichen kannst du dies mit den Sicherheitsupdates von Microsoft, sofern du noch einen Windowsrechner hast.

Die meistens Updates wirst du nicht selber durchführen, sondern durch einen Admin erledigen lassen. Dieser kostet wiederum Geld, weswegen sich ein CMS nicht lohnt, wenn du nur eine Firmenpräsentation ohne große Änderungen hast. Bei einer reinen HTML Seite sparst du dir nämlich die Sicherheitsupdates.

Was kostet der Einsatz eines CMS

Installation und Einrichten

Ein CMS muss wie eine normale HTML Webseite designt und programmiert werden. Der Grundcode eines CMS ist dabei meistens kostenfrei. Kosten entstehen für das Erstellen des Designs, das Programmieren, eventuelle Erweiterungen für das CMS und das Einpflegen von Inhalten, wie Fotos, Texte, Datenschutzerklärung und Impressum.

Bis auf die Erweiterungen, hast du diese Kosten auch für eine reine HTML Seite. Die Kosten für Design und Programmierung können jedoch bei einem CMS immer etwas höher ausfallen, da man für die meisten CMS für diverse Unterseiten eigene Unterdesigns erstellen muss, welche die Systeme automatisch anlegen (z.B. eine Bildergalerie).

Zeit für Einweisung

Zudem solltest du bedenken, wenn du mit einem CMS arbeiten möchtest, musst du wissen wie es funktioniert. Du oder deine Mitarbeiter benötigen eine gewisse Lernzeit, um mit dem System zurecht zu kommen. Meistens gibt es dazu Workshops oder Videolehrgänge, in denen du oder deine Mitarbeiter den Umgang mit dem CMS erlernen. Diese Zeit solltest du einkalkulieren, sofern du die Pflege der Inhalte eines CMS nicht an eine Agentur auslagerst.

Wartung

Wie bereits erwähnt solltest du bei einem CMS auch immer die Wartungskosten mit einkalkulieren. Eine reine HTML Seite musst du nicht aktualisieren. Sollte diese mal gehackt werden, liegen die Ursachen beim Provider.

Die meisten CMS haben dagegen immer Sicherheitsupdates um Lücken zu schließen, über welche Angreifer in den Code der Seite gelangen können. Eine weitere Sicherheitslücke sind die Erweiterungen für das CMS. Auch diese müssen regelmäßig aktualisiert werden.

Mein Fazit und meine Empfehlung für dich

Wenn du eine Webseite möchtest, auf der du im Jahr rund 4 mal etwas änderst, dann verzichte auf ein CMS und lassen dir lieber eine reine HTML Seite erstellen. Die Änderungen an der Seite kann dann jemand vornehmen, welcher von HTML Ahnung hat.

Änderst du viel an deiner Webseite und hast einen Newsbereich, den du auch aktiv pflegst, dann verwende ein CMS. Kümmere dich anschließend um den Aufbau von Besucherzahlen und kontrolliere regelmäßig die Zugriffe auf ihrer Seite.