Was gehört auf Landingpages bei Online-Shops?

Das ist eine gute Frage! Dabei spielen die einzelnen Elemente eine wichtige Rolle bei der Conversion. Je besser die Landingpage auf das Anliegen des Kunden abgestimmt ist, desto besser wird diese funktionieren. Aber was sind nun die Faktoren für eine “gute” Landingpage?

Was ist eine gute Landingpage?

Eine gute Landingpage erfüllt die gesteckten Ziele und verbucht eine hohe Zahl von Conversions.

Aber wie wird eine normale Landingpage zu einer guten Landingpage?

Diese Frage hängt von vielen Faktoren ab und ist für jede Seite/Landingpage individuell zu betrachten
Am besten ändere ich den Blickwinkel von der Anbieter zur Konsumenten Seite. Ich frage mich nicht mehr was biete ich dem Kunden? Sonder was würde ich erwarten wenn ich der Kunde bin. Um eine sinnvolle Auswertung zu erhalten ist die Recherche der Ziel- und Bedarfsgruppe im Vorfeld sehr wichtig.

Welche Fragen muss ich mir bei der Conversion Optimierung stellen

Ich möchte einige Dinge und Faktoren aufzeigen welche wir bei der Conversion Optimierung betrachten.

Quick Touch

Ich zeige jemanden die Landingpage und möchte innerhalb einer Sekunden eine Antwort über das Thema der Seite.
Erhalte ich nicht die Antworte die zu meinem Inhalt passt habe ich einen wichtigen Punkt der Conversion Optimierung verfehlt. Der Besucher entscheidet innerhalb von 300ms ob er richtig ist. Es muss der Fokus auf dem Inhalt gelegt werden nicht auf bunte Bilder alias Slider.

Inhalt

Kann ein Leihe mit den Informationen umgehen die zur Präsentation eingesetzt werden? Ein Experte wird sich mit Fachwörtern und Leistungsbeschreibungen auskennen. Unsere Besucher sind meist Leihen und möchten auf einer verständlichen Weise informiert werden.

USP – unique selling point

Warum ist dieser Onlineshop oder ein Produkt besser als bei den Mitbewerbern? Erst wenn der Besucher überzeugt ist wird er sich zu einem Kauf entscheiden. Dieser Punkt spielt direkt in die Höhe der Retouren herein. Muss zur Überzeugung erst das Produkt getestet werden kann es zu einer erhöhten Rücksendung führen.

Call To Action

Die Kommunikation zur Handlung muss klar und verständlich formuliert sein. Die typische Frage an dieser Stelle ist von mir “Was erhalte ich wenn ich hier klicke?”. Falsche Handlungsaufforderungen verwirren den Besucher und führen langfristig zu einer schlechteren Conversion.

Usability & accesibility

Ist der Besucher in der Lage diese Funktionen auszuführen? Soll eine Conversion nicht nur am Desktop PC erfolgen sondern auch mit mobilen Endgeräten gelten spezielle Regeln. Angefangen vom Design welches sich auf die verschieden Auflösungen konzentriert. Ist die Call to action auch im der Mobilen Ansicht “above the fold” also im sichtbaren Bereich? Werden Hover Effekte genutzt die mit der Gestensteuerung nicht ausgeführt werden können? Ist das Formular benutzbar, speziell im mobilen Bereich sehr interessant.

Abhängigkeiten von Besucherquellen und Zielseiten

In den meisten fällen ist eine Landingpage statisch. Ein paar wenige Landingpages sind abhängig vom übertragenen Keyword. Die Kunst besteht jedoch darin keine statische Landingpage zu haben sondern sich auf den Besucher einzustellen. Karl Kratz beschreibt in seinem Beitrag “Statische Landingpages sind immer noch out. Fang erst gar nicht damit an.” Warum statische Landingpages nicht das Gelbe vom Ei sind.

Worauf kann ich mit einer Landingpage reagieren?

Besucherquelle:

Jede Besucherquelle hat seine eigenen Eigenarten. Diese spiegeln sich in erste Linie daran wieder in welchem Kontext die Besucherquelle steht. Facebook verwende ich meist in meiner Freizeit. Zu dieser Zeit werde ich eine niedrige Akzeptanz zu Business Themen haben. Bin ich hingehen bei Google+ oder Xing habe ich überwiegend einen geschäftlichen Hintergrund.

Anhand dieser Faktoren differenziert sich die Bedarfsgruppe und die Motivation zum Angebot.

Ein Test hat gezeigt, dass die Anordnung von Social-Media Buttons nach der Besucherquelle eine höhere Verteilung in sozialen Netzwerken mit sich bringen kann. Besucher von Facebook können problemlos die Inhalte über den Facebook Like/Share Button verteilen können.

Art der Zielseite

Es spielt eine große Rolle über welche Seite der Besucher meine Webseite betritt. Die Unterschiedlichen Arten sollten auch unterschiedlich betrachtet werden.

Besucher mit Informationsbedürfnis

Wenn ich auf der Suche nach Informationen bin möchte ich diese auf der Webseite auch zügig konsumieren.
Dazu zählen Bloginhalte, Themenwelten und Kategorieseiten.

Besucher mit Kaufabsicht

Zu diesen Besuchen gehören Produkt- und Preisvergleichs Interaktionen. In diesem Schritt der Customer Journey ist der Bedarf vorhanden und die Grundsätzliche Kaufentscheidung gefallen. Oft wird vor dem tatsächlichen Kauf eine Recherche durchgeführt um die optimale Kaufentscheidung zu treffen. Zu den benötigten Zielseiten gehören Produktseiten und Kategorieseiten mit Vergleichsmöglichkeiten.

Was gehört auf Landingpages von Online-Shops?

Diese Frage haben sich auch unsere Kollegen von ConversionBoosting gestellt und eine sehr informative Infografik zu dem Thema erstellt. Diese zeigt einen ausführlichen Überblick welche Elemente auf welcher Zielseite vorhanden sein sollten. Sehr spannend finde ich die Unterteilung der Besucherquellen.

Die Infografik “Was gehört auf Landingpages von Online-Shops?”

Die Infografik kann auch ausgedruckt und auf gehangen werden, damit haben Sie immer die wichtigsten Faktoren vor Augen.

Anmerkungen zur Infografik

Auch wenn ich die Infografik als ein gutes Hilfsmittel und eine gelungene Übersicht sehen, gibt es eine Anmerkung von meiner Seite.
Der Punkt “call to action” sollte auf jeder Seite vorhanden sein. Sicher wird mir Jörg Dennis Krüger Recht geben, dass es auf die Art der Definition von call to action ankommt.

Auf einer Produktseite ist die call to action klar, auf der Kategorieseite ist für mich die call to action der Button “Details des Produkts”. Selbst auf der Startseite oder Blogkategorien finde ich call to action. Das sehr bekannte “weiterlesen” ist dies für mich. Meine Betrachtung liegt nicht auf der speziellen Conversion sondern auf der umfassenden Conversion über die gesamte Customer Jouney hinwegen. Viele definieren Conversion Optimierung als Seiten-spezifische Optimierung doch liegt die wahre Optimierung in viel globaleren Methoden die spezielle Optimierungen auf dem Weg bis zum Kauf einschließen.