eCommerceCamp 2014

Vom 6. bis zum 8 März 2014 war Jena der Standort von fast 200 E-Commerce begeisterten. In den Räumen der FH Jena wurde parallel auf 4 Slots Wissen über Onlineshops, Technik und Programmierung geteilt. Im klassischen Sinne des Barcamps waren nur wenige der insgesamt 23 Sessions im Vorfeld bekannt. Neben geplanten Vorträgen waren auch ein paar spontane Veranstaltungen entstanden. Wie letztes Jahr ein riesen Erfolg!

Come Together – Zur Noll

Bereits am Vorabend der Konferenz trafen sich ein Großteil der Teilnehmer zu einem lockeren Zusammensitzen. Der lockere Umgang miteinander brachte gleich die ersten interessanten Kontakte und spannende Themen bei leckeren Essen und dem gesponserten Bier von OXID eShops. Einige Gesichter aus dem letzten Jahr kannte ich und es wurde sofort über Veränderungen und Neuigkeiten fachsimpelt.
Mit den Jungs von Shopware konnte ich aktuelle Probleme und Vorhaben besprechen und 2 kleinere Bugfixes “offline” melden. Einer wurde bereits für die nächste Version behoben.

1. Tag der Konferenz

Während dem gemütliche einchecken durfte jeder Teilnehmer sein Camp Shirt in Besitzt nehmen. Nach einer kleineren Stärkung am Frühstückbuffet ging die Session Verteilung los. Leider waren sehr viele spannende Session vorgschlage und auf die 4 vorhanden Räume aufgeteilt wurden. Bei solcher Qualität und Quantität wird die Wahl der richtigen Session zur Qual:

Schnittstellen-Schmerz: Automatisierte Anbindung externer Systeme in Shop-Projekten

In meiner ersten Session wurde die Verknüpfung von Systemen thematisiert. Aus der Programmierung der Shopware 4 REST API sind mir solche Probleme gut bekannt. Automatischer Import&Export von größeren Datenmengen sind nicht leicht zu handhaben.

Es wurde eine System vorgestellt, welches solche Standardaufgaben effizient und kostengünstig sparen soll. Grundsätzlich sind die Funktionen hinter der Software für jeden Programmiere selbst zu erledigen, jedoch steht hier die Effizient im Vordergrund. Programmiere ich diese Aufgaben selbst oder spare ich kosten durch den Einsatz solcher Spezial-Software.

Performance Mythen

Die Geschwindigkeit von Onlineshops wirkt sich auf den Umsatz aus. Daher ist Performance im E-Commerce auch ein breit diskutiertes Thema. Gerade mit nGinX wird ein Performance Monster angeboten und mit Vergleiche wie “x mal schneller als ein Apache” publiziert. Vergleiche sollten immer auf einer gemeinsamen Basis geschehen, wird mit gleichen Voraussetzungen gemessen ist der Geschwindigkeitsunterschied nicht so gravierend wie propagiert. Zentraler Punkte dabei ist die Htaccess. Die Htaccess ist ein Performance Killer und wird in jedem Standard Shared Host eingesetzt. Werden die Regel in der Apache.ini verankert wird sich dies massiv auf die Geschwindigkeit aus.

Welche Rechte und Pflichten habe ich als Entwickler

Das einzige rechtliche Thema wurde von Christain Kerschbau gehalten, bereits zum Come Together aben wir und angeregt über die verschiedenen Fallstricke unterhalten. Es ist immer wieder erstaunlich das Dinge wie SEPA eingeführt werden und im E-Commerce gar nicht oder extrem unpraktikabel ermöglicht werden können. Neben einer Erklärung der verschieden Lizenzen an Hand von Typo3 und Magento waren Urheberrecht und Dokumentationspflicht Thema.

FoxX – der Enterprise eCommerce Accelerator – ein kurzer Überblick

Im vergangen Jahr wurde gemeinsam mit den Session Teilnehmern eine Projektidee zusammengetragen. Nach einem Jahr war Lars wieder da um die Umsetzung uns zu zeigen. Leider war aus der Ursprünglichen Idee der horizontalen Trennungen und Skalierung nichts mehr übrig. Aus dem Open Source Gedanke ein closed Source entstanden. Nicht desto trotz war es Spannend zu erfahren welche Probleme er zu lösen hatte um die Anforderungen an sein Enterprise E-Commerce Framework zu ermöglichen. Ab einer Größe von Artikeln, Besuchern und Produktupdates am Tag entstehen Probleme die vorher mit Hardware oder kleineren Ticks erschlagen werden konnten.

Conversionrate-Optimierung aus Betreiber-, Experten- und User-Sicht

Mehr Umsatz mit der gleichen Maße an Besuchern ist der Kernaussage der Conversion Optimierung. Auf dem Weg der Optimierung müssen die Verschiedensten Dinge beachtet werden. Bei der Conversion Optimierung arbeiten wir an Maßnahmen um die Interaktion zu verbessern. Im Gegensatz zu Technik, Server, Hardware ist der Mensch hunderte mal komplizierten und individueller.

Asynchronous processing in PHP applications

den Abschluss meines ersten Session Tages macht Benjamin Cremer von Shopware. In seinem sehr spannenden Vortrag wurde die Asynchrone Verarbeitung von Aufgaben mit PHP erklärt. In 99% der Fälle von PHP werden Daten direkt verarbeitet. Der Aufruf einer Webseite und Ausgabe der Inhalte ist so ein Fall. Jedoch gibt es Einsatzzwecke bei der eine Asynchrone Verarbeitung notwendig wäre. So genannte Queue´s (Warteschlangen) ist ein Beispiel dafür. Es wird eine Liste an Aufgaben delegiert und nach und nach abgearbeitet. Bisher konnte dies über Datenbanken und Cronjobs gemacht werden. Sein Weg über asynchrone PHP Prozesse ist interessante und werde ich für die Shopware API nutzen. Ziel ist es den Import und Update von Produktdaten mit Bilder asynchron zu verarbeiten um blockierende Prozesse zu vermeiden und damit die Server Geschwindigkeit nicht zu beeinflussen.

Autor: Marcus

Ich bin einer von zwei Geschäftsführern der Conversion Junkies. Zu meinen Themenschwerpunkten gehört das technische SEO, Entwicklungen im E-Commerce und Programmierung von Shopware und WordPress Plugins. Dieses Wissen gebe ich in Schulungen und Consultings gern weiter. Nutzen Sie die Kommentarfunktion für Ihre Fragen. Ich antworte darauf gern. Oder schreiben Sie mir eine E-Mail an marcus@conversion-junkies.de

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