Google Werbung lohnt sich nicht

Einer meiner Lieblingssätze bei Erstgesprächen mit neuen Interessenten ist “Google Werbung lohnt sich nicht.” Wenn ich dies höre, dann weiß ich, dass wir in 95% aller Fälle in den kommenden Wochen ein geiles Ergebnis liefern werden können. Doch wie kommt man zu dieser Aussage und vor allem was sind unsere Erfahrungen woran die Erkenntnis liegt? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum sich Google Werbung nicht lohnt

Dass Google Werbung sich nicht lohnt, liegt unserer Erfahrung nach vor allem an mindestens einem der folgenden 7 Punkte:

  1. Das Ziel ist nicht definiert
  2. Das Tracking funktioniert nicht richtig
  3. Die Gegenprüfungen der Ziele erfolgt nicht
  4. Der Zielwert ist nicht definiert
  5. Die Empfehlungen werden nicht kontrolliert
  6. Die Kontobetreuung erfolgt nur nebenher
  7. Die Datenqualität passt nicht

Schauen wir uns die Punkte mal im Einzelnen an:

Das Ziel ist nicht definiert: Viele der Interessenten mit denen wir sprechen nutzen Google Werbung nur, um mal zu schauen, was passiert. Anschließend kommen sie schnell zu dem Ergebnis: “Das Ganze funktioniert nicht.” Ein klar definiertes Ziel ist deswegen das aller Wichtigste, bevor man überhaupt 1 Euro in Google Werbung investiert. Das Schöne ist, dass es bei Online-Händlern in der Regel um mehr Umsatz geht. Dieser kann in den meisten Fällen auch direkt gemessen werden.

Das Tracking funktioniert nicht richtig: Sehr häufig sehen wir bei der Übernahme neuer Konten, dass, das Tracking überhaupt nicht (richtig) eingerichtet ist. Stattdessen wird auf Werte optimiert, die in den meisten Fällen nicht zielführend sind. Einer meiner Lieblingswerte dabei ist: “Der Klickpreis darf nicht höher als Summe X sein.” Solche Angaben sind gerade für Onlinehändler absoluter Blödsinn. Denn hier sollte vor allem der generierte Umsatz als Messgröße im Fokus stehen.

Die Gegenprüfungen der Ziele erfolgt nicht: Auch das erleben wir immer wieder. Das Tracking funktioniert scheinbar, aber niemand kontrolliert, ob die Daten auch stimmen. Da kann es dann schon mal passieren, dass Umsätze doppelt erfasst werden, weil doppeltes Conversiontracking im Konto integriert wurde. Nun ja, auch so kann man sich die Zahlen schön rechnen. Die Ausgangsbasis sollten deswegen bei Online-Händlern immer die eigenen WaWi-Werte sein.

Der Zielwert ist nicht definiert: Wozu Zielwerte definieren, wenn man die Ziele kennt? Das Gefühl haben wir auch immer mal wieder, wenn wir Erstgespräche führen. Dabei ist die Antwort ganz einfach, denn wenn ich für 1 Euro Werbeetat nur 1 Euro Umsatz mache, läuft irgendwas schief. Mit der Methode kann man zwar seine Umsätze erhöhen, navigiert sich dadurch aber auch schneller in die Insolvenz. Deswegen ist einer der wichtigsten Messgrößen der ROI.

Die Empfehlungen werden nicht kontrolliert: Google liefert regelmäßig Empfehlungen, wie man das Werbekonto weiter verbessern kann. Einige davon sind nicht brauchbar, andere dagegen äußerst nützlich. Laut Google sollte dieser Wert immer über 70% liegen, wobei auch abgelehnte Empfehlungen in die positive Bewertung mit eingerechnet werden. Warum ist dies so wichtig? Nun neben dem eigenen Kosten/Nutzen Faktor hat das Werbekonto auch einen Qualitätsscore. Ist dieser gut, werden die Anzeigen bevorzugt und meistens auch zu geringeren Kosten ausgeliefert.

Die Kontobetreuung erfolgt nur nebenher: Das Google Werbekonto mal so nebenbei betreuen, ja das kann machen. Am Ende sollte man sich dann aber nicht wundern, dass man denkt “Das Ganze lohnt sich nicht.” Bei Google ändert sich gefühlt im Wochentakt irgendetwas. Wenn man nicht am Ball bleibt, sinkt die Gesamtqualität des Kontos. Was wir dabei immer wieder sehen ist, dass an Kampagnen festgehalten wird, die mal gut liefen – alles nach dem Prinzip “Hoffnung” und “Das wird schon wieder.”

Die Datenqualität passt nicht: Wenn wir schon bei Qualität sind: Gerade bei Online-Händlern ist einer der wichtigsten Gründe, warum es mit der Google Werbung nicht klappt, die Datenqualität. Damit meinen wir aber nicht das Werbekonto, sondern das Merchant Center Konto, also dort, wo die Produktdaten verwaltet werden. Was wir hier manchmal zu sehen bekommen, lässt uns die Haare zu Berge stehen. Da sind dann schon mal 50% aller Produkte wegen Verstößen gegen die allgemeinen Richtlinien abgelehnt. Unser Ziel ist es deswegen hier einen Wert von 1% zu erreichen. Im Übrigen ist man bei Google schon zufrieden wenn der Wert unter 10% liegt.

Warum sich Google Werbung lohnt

Wenn wir schon dabei sind über die Gründe zu sprechen, warum sich Google Werbung nicht lohnt oder es zumindest so wirkt: Hier einmal 4 Ansätze, warum es sich lohnt mit Google zu werben.

  1. Mehr Umsatz bei klarem Kosten/Nutzen Verhältnis
  2. Mehr Kontaktanfragen bei eindeutiger Kostendefinition
  3. Beurteilung der Marke durch eine Brandkampagne
  4. Weitere Ideen durch generierte Keywords

Mehr Umsatz bei klarem Kosten/Nutzen Verhältnis: Dieser Punkt ist der wichtigste, gerade für Onlinehändler. Steigt der Umsatz bei klar definierten Kosten/Nutzen Verhältnis, sprich ROI, dann sind alle zufrieden. Dann heißt es nur noch mitnehmen, was man mitnehmen kann. Die Grenzen, an welche man dann meistens gerät, sind der Warenbestand oder die aktuellen Suchanfragen. Nach ROI zu optimieren macht uns am meisten Spaß. Und unsere Erfahrung sind: Ist der passende ROI erreicht, geht danach auch der Umsatz nach oben.

Mehr Kontaktanfragen bei eindeutiger Kostendefinition: Wenn der Umsatz mal nicht als Messgröße herangezogen werden kann, dann kann man den Erfolg auch noch anhand der Kontaktanfragen, sprich Leads, bemessen. Hier muss man aber mehr Zeit investieren, um herauszufinden was der Kosten/Nutzen Wert ist. Nur auf Leads zu optimieren, würden wir nicht empfehlen. Der CPA Wert ist bei Kontaktanfragen der eindeutig bessere, da sich nach diesem auch eindeutige Ergebnisse erzielen lassen.

Beurteilung der Marke durch eine Brandkampagne: Wir setzen bei jedem Kunden eine sogenannte Brandkampagne auf. Mit dieser sichern wir einerseits ab, dass kein Mitbewerber auf den Markennamen wirbt und sich somit in der Google Suche vor unseren Ergebnissen setzt. Zudem kann man über die Kampagne die Markenentwicklung gut messen. Dies ist gerade dann sinnvoll, wenn man über andere Kanäle für die Marke wirbt. Denn desto bekannter die Marke wird, desto mehr Suchanfragen wird es hierzu auch geben.

Weitere Ideen durch generierte Keywords: Da Google seit den letzten Jahren immer weniger Daten herausgibt, lohnt sich ein Blick über das Werbekonto in die Rubrik der Suchbegriffe. Hier sehen Sie, bei welchen Anfragen Ihre Anzeigen ausgeliefert wurden. Der Bereich ist dabei eine richtig gute Ressource mit der man neue Ideen erhält, sei es für neue Kampagnen oder für Inhalte auf der eigenen Webseite.

Was ist Ihre Meinung hierzu? Glauben Sie immer noch, dass Google Werbung sich nicht lohnt? Oder haben auch Sie damit keine guten Erfahrungen gemacht? Wenn Ja, dann kontaktieren Sie uns. Und wir schauen ob wir vielleicht auch Ihnen helfen können.